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Das Rhöniversum setzt vermehrt auf digitale Bildung und Information. Ganz neu eingerichtet wurde ein Podcast, der künftig monatlich auf allen gängigen Podcast-Plattformen erscheinen wird. Mit ihm sollen Interessierte aller Altersgruppen angesprochen werden, die sich für das Rhöniversum und das Biosphärenreservat Rhön interessieren. Zum Rhöniversum gehören die Schullandheime Bauersberg (Bischofsheim) und Thüringer Hütte (Hausen) sowie die Umweltbildungsstätte (Oberelsbach).

Jeden Monat soll es einen neuen Podcast mit einem spannenden Gast geben, der sich für die Ziele der Umweltbildung und des Biosphärenreservates Rhön stark macht. Interviewt werden die Gäste von Bernd Fischer, dem Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte Oberelsbach und Katharina Klug, der pädagogischen Fachbetreuerin. Sie nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise durch das Rhöniversum.

Engagiert für die Region

"Wir treffen auf die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Berufen, aber alle verfolgen das gleiche Ziel: sie engagieren sich für die Region und setzen auf eine nachhaltige Entwicklung ihrer (Wahl-)Heimat. Hört rein und durchquert mit uns den Kosmos voller Leben", laden sie zum Entdeckern der Rhön per Podcast ein.

Seit Januar diesen Jahres gibt es den Podcast. Die dritte Folge, die am letzten Donnerstag im März online gehen wird, wurde bereits aufgenommen. Markus Seibl, der Geschäftsführer der Bauersberg Hobbach gGmbH, spricht über den Rhöniversumsverbund, über die Verbindungen zueinander aufgrund der sich gegenseitig ergänzenden Bildungsangebote, sowie über die thematischen Schwerpunkte der Bildungsarbeit des Schullandheims Bauersberg. Mit Markus Seibel wird der Blick über den Tellerrand des Biosphärenreservats geworfen, erfahren die Zuhörer doch auch mehr über die interessanten Angebote im Schullandheim Hobbach. Was am Bauersberg und in Hobbach geboten wird, ist nämlich wirklich besonders, sogar zum Teil einzigartig in Bayern. Bei wem nun die Neugier geweckt wurde, kann diese mit der dritten Folge des Podcasts garantiert stillen.   

Bisher sind zwei Podcasts erschienen

In der ersten Folge, die seit Ende Januar online ist, sprechen Fischer und Klug mit Dr. Joachim Schneider, der bis zum Frühjahr vorigen Jahres noch der pädagogische Fachbetreuer der Umweltbildungsstätte war und nun Leiter des neuen Naturerlebniszentrums Rhön im südlichen Teil der bayerischen Rhön ist. Er spricht unter anderem über die Pläne für das neue Naturerlebniszentrums Rhön und welche Rolle dabei der Kissinger Wild-Park Klaushof spielt.

In der zweiten Folge ist Julia Rösch von der Bayerischen Verwaltungsstelle, verantwortlich für den Bereich "Nachhaltige Entwicklung" des Biosphärenreservates, zu Gast. Im Gespräch geht es um die verschiedenen Projekte, die sie mit den Menschen des Biosphärenreservates umsetzt. Doch es bleibt nicht nur beim Dienstlichen. Die gebürtige Bad Neustädterin erzählt von ihrem persönlichen Bezug zum Kreuzberg und ihrem Lieblingsort in der Rhön. Über die Frage, welches der drei Rhöner Tiere – Wildkatze, Birkhuhn oder Rhönschaf – Julia auf die Arche retten würde, muss sie keine Sekunde lang nachdenken. Für welches Tier Julias Herz schlägt erfahren die Hörer in der zweiten Folge des Podcast. Der Podcast ist unter anderem auch auf Spotify, podigee und amazon music zu hören. (http://www.oberelsbach.rhoeniversum.de/ueber-uns/podcast">www.oberelsbach.rhoeniversum.de/ueber-uns/podcast)

Rhön und Saalepost, 22.03.2021

Stellen die neue Broschüre vor (von links): Katharina Klug, Pädagogische Fachbetreuerin der Umweltbildungsstätte, Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb, Bernd Fischer, Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte Oberelsbach, und Klaus Spitzl, Geschäftsführer des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön.

Die Zeit des Lockdowns hat das Team der Umweltbildungsstätte Oberelsbach dazu genutzt, neue Wege einzuschlagen. So wurde unter anderem das Bildungsangebot überarbeitet und eine neue Printversion mit aktualisiertem Inhalt und in neuem Design erstellt. Die Broschüre mit rund 60 verschiedenen Modulen aus fünf Themenbereichen wurde nun im Rahmen der Gesellschafterversammlung der Umweltbildungsstätte Oberelsbach gGmbH vorgestellt. „Besonders freuen wir uns, dass wir viele weitere neue Partnerinnen und Partner aus der Region gewinnen konnten, die sich mit ihrer Expertise in unser Bildungsprogramm einbringen. Neu ist auch, dass jedes Modul hinsichtlich seiner Barrierefreiheit gekennzeichnet ist“, freut sich Geschäftsführer Bernd Fischer. Neben der gedruckten Broschüre steht das Programm auch digital kostenfrei zur Verfügung.

Die Umweltbildungsstätte als Schullandheim und Seminarhaus im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bietet Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Umweltbildung für Schulklassen, Studierende und Erwachsenengruppen an. Die BNE geht dabei weit über den klassischen Naturschutz hinaus: Sie behandelt neben ökologischen auch ökonomische, soziale und kulturelle Themenfelder und fordert so zur Auseinandersetzung mit allen Dimensionen der Nachhaltigkeit heraus.

Kooperationen mit Akteuren aus der Region 

All diese Aspekte werden im Bildungsangebot der Umweltbildungsstätte bedacht. Um die Komplexität des Themas Nachhaltigkeit in der Bildungsarbeit abbilden zu können, arbeitet das Umweltbildungsteam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus der Region zusammen, die sich in ihrer täglichen Arbeit für die Rhön und eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Hierzu zählen beispielsweise ErlebnisbäuerInnen, regionale Brauereien, das Fränkische Freilandmuseum Fladungen, das BayernLab Bad Neustadt (Thema Digitalisierung) und Zertifizierte Natur- und LandschaftsführerInnen.   

„Diese Kooperationen sind der Schlüssel, um der Vielschichtigkeit von Nachhaltigkeit und dem breiten Themenfeld der Bildung für nachhaltige Entwicklung gerecht werden zu können. Daher freuen wir uns ganz besonders, dass wir immer auf unsere Partnerinnen und Partner als unentbehrliche Stütze unserer Arbeit zählen können“, betont Katharina Klug, Pädagogische Fachbetreuerin der Umweltbildungsstätte.

Dauerbrenner und Neuheiten

Die neue Broschüre enthält rund 60 verschiedene Bildungsangebote aus den fünf Themenbereichen Ernährung und Landwirtschaft, Wald und Holz, Siedlung und Soziales, Nachhaltiger Konsum sowie Mensch, Natur und Umwelt. Die meisten der Angebote stellen seit Jahren feste Bestandteile des Programms dar, die nicht mehr wegzudenken sind. Hierzu gehören die Sternenwanderung, die Führung durch das Schwarze Moor, der Besuch beim Rhönschäfer oder die Betriebsbesichtigung der Bionade GmbH in Ostheim v. d. Rhön.

„Allerdings machen der gesellschaftliche Wandel und die Brisanz aktueller Themen eine Anpassung des Angebotes von Zeit zu Zeit notwendig“, so Klaus Spitzl, Geschäftsführer des NBR e. V. Auch die immer wiederkehrenden Stammgäste der Umweltbildungsstätte freuen sich über neue Angebote.

Brot, Bier und Biodiversität

Neu ist zum Beispiel eine Führung durch die Kelterei Schloss Gebsattel in Sondheim v. d. Rhön, bei der der Weg vom Obst zum Getränk nachvollzogen wird. Der Bäckermeister und Brotsommelier Ullrich Amthor aus Waltershausen informiert die Gäste in der Umweltbildungsstätte mit einer Mischung aus Theorie und Praxis rund um das Thema Brot. Im Orgelbaumuseum Schloss Hanstein in Ostheim v. d. Rhön wird die Geschichte des Orgelbaus durch viele interaktive Elemente erlebbar gemacht. Ebenfalls neu im Programm ist eine Expedition ins Grünland, bei der die Biodiversität, der Artenreichtum einer Rhöner Wiese, mit Bestimmungshilfe und Becherlupe ganz praktisch erkundet werden kann. Wissenswertes zum Herstellungsprozess und einen Streifzug durch die Vielfalt des Rhöner Bieres in Form einer Verkostung bietet das neue Modul „Vom Halm ins Glas“.

Projektwoche „Alltagskompetenz und Lebensökonomie“ für Schulen Pflicht

Eine weitere wichtige Neuerung im Programm ist das Angebot einer Projektwoche „Alltagskompetenz und Lebensökonomie“, die seit diesem Schuljahr sowohl für Grund- als auch für weiterführende Schulen in Bayern verpflichtend ist. Hier sollen Schülerinnen und Schüler fit werden in den Bereichen Ernährung und Landwirtschaft, Gesundheit, Verbraucherverhalten, Umweltverhalten und Haushaltsführung. In der Umweltbildungsstätte kann diese Aufgabe im Rahmen eines Schullandheimaufenthaltes durchgeführt werden. Buchen kann man das 5-tägige Komplettpaket oder einzelne Themenbausteine.

Barrierefreiheit gekennzeichnet

Mehrmals im Jahr beherbergt die Umweltbildungsstätte Gruppen der Offenen Behindertenarbeit oder der Lebenshilfe. Auf die Barrierefreiheit des gesamten Hauses wurde bereits beim Bau vor rund zehn Jahren großen Wert gelegt. Nun sind auch alle Module in der Broschüre und auf der Homepage hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit bezüglich Seh-, Hör- oder Gehbehinderung sowie kognitiver Beeinträchtigung gekennzeichnet. So können sich die Betreuerinnen und Betreuer vorab darüber informieren, welche Module für die Bedürfnisse ihrer Gruppe geeignet sein könnten.

Lob von Landrat und Bürgermeisterin

Thomas Bold, Landrat des Landkreises Bad Kissingen, und Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb lobten die Überarbeitung des Angebots und betonten dessen stets wachsende Bedeutung für die Bildungslandschaft in der Rhön und darüber hinaus. „Mit der besonderen Kennzeichnung der barrierefreien Angebote ist ein weiterer wichtiger Schritt im Bereich Inklusion getan“, sagte Landrat Bold. Birgit Erb dankte dem Umweltbildungsteam um Katharina Klug. „Neben Klimawandel und Naturschutz nimmt das Angebot aktuelle gesellschaftlich relevante Themen in den Blick.“ So gehören auch die nachhaltige Dorfentwicklung im ländlichen Raum und der Alltag in der Kommunalverwaltung zum Programm. Bei einer Ortsrallye lernen die SchülerInnen den Markt Oberelsbach näher kennen, und in dem Modul „Kommunalverwaltung ganz nah“ können Bereiche des Rathauses und der Gemeindeverwaltung erkundet werden. Auch in der Verwaltung wolle man künftig einen stärkeren Fokus auf digitale Barrierefreiheit legen, sagte die Bürgermeisterin – etwa in Form eines virtuellen Rundgangs durch das Rathaus.

Das Bildungsprogramm ist digital auf der Homepage der Umweltbildungsstätte unter https://oberelsbach.rhoeniversum.de/ihr-programm zu finden. Für Fragen steht das Team der Umweltbildungsstätte Oberelsbach gern telefonisch unter (09774) 8580 550 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

Freuen sich über die Rezertifizierung mit dem Qualitätssiegel des Bundesforums Kinderund Jugendreisen (von links): Klaus Spitzl, Geschäftsführer des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön, Bernd Fischer, Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte Oberelsbach, Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb und Katharina Klug, Pädagogische Fachbetreuerin in der Umweltbildungsstätte.

Bereits seit dem Jahr 2014 trägt die Umweltbildungsstätte Oberelsbach im Bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön das Qualitätssiegel des Bundesforums Kinder- und Jugendreisen und ist seitdem mit der Spitzenbewertung ausgezeichnet. Im vergangenen November wurden die Voraussetzungen für die anstehende Rezertifizierung geprüft, im Februar kam nun die positive Nachricht: Die Umweltbildungsstätte darf die fünf Sterne auch für die kommenden drei Jahre tragen.

Das Bundesforum Kinder- und Jugendreisen e.V. ist die Dachorganisation für den Bereich der Kinder- und Jugendreisen in Deutschland. Das gemeinnützig arbeitende Forum bietet eine Plattform für trägerübergreifende Diskussionen und Innovationen. Gemeinsames Anliegen: die Qualitätssicherung. Die Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel ist hierbei vertrauensstiftend für Veranstalter von Kinder- und Jugendreisen. Diese können sich aufgrund des Siegels sicher sein, in der Umweltbildungsstätte ein hochwertiges Angebot in allen Bereichen vorzufinden – vom Bildungsangebot über die Verpflegung bis hin zur Zimmerausstattung. „Eine große Rolle spielt dabei auch der Kinder- und Jugendschutz, der anhand eines eigenen Schutzkonzepts und regelmäßigen Schulungen umgesetzt wird“, erklärt Bernd Fischer, Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte Oberelsbach.
Der Anforderungskatalog für eine bestmögliche Bewertung ist sehr umfassend. Reinhard Schwarz, Auditor des Bundesforums, zeigte sich nach der eingehenden Prüfung aller Bereiche des Hauses höchst zufrieden und bezeichnet die Umweltbildungsstätte als „ein Vorbild für andere Einrichtungen“.

Die 2012 eröffnete Umweltbildungsstätte Oberelsbach sensibilisiert unter dem Motto „Ein Kosmos voller Leben“ Schüler, Studenten und Erwachsene für die (Um-)Welt am Beispiel des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Die visionäre Architektur der Einrichtung ist Symbol für die Modernität des zeitgemäß konzipierten Bildungsangebots mit Seminaren, Workshops und Vorträgen. Ausführliche Infos unter www.rhoeniversum.de oder unter Telefon (09774) 8580 550.

Zuversichtlich gehen die Verantwortlichen des Rhöniversums durch den Lockdown. Das Bild zeigt von links: Markus Seibl (Geschäftsführer der Hobbach-Bauersberg gGmbH), Bernd Fischer (Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte Oberelsbach), Katharina Klug (pädagogisch Fachbetreuerin), Dr. Andrea Schmitt (Leiterin des Studienhauses am Bauersberg), Dieter Köstler (Mitarbeiter Bauersberg) und Stephan Barthelme (Geschäftsführer des Schullandheims Thüringer Hütte).sforums Kinderund Jugendreisen (von links): Klaus Spitzl, Geschäftsführer des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön, Bernd Fischer, Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte Oberelsbach, Oberelsbachs Bürgermeisterin Birgit Erb und Katharina Klug, Pädagogische Fachbetreuerin in der Umweltbildungsstätte.

Hoffnungsvoll blicken die Vertreter des Rhöniversums in die Zukunft – trotz Lockdown und fehlender konkreter Perspektive. Staatliche Finanzhilfen führen über die trüben Zeiten. Die Schullandheime Bauersberg (Bischofsheim), Thüringer Hütte (Hausen) und die Umweltbildungsstätte (Oberelsbach) bilden das Rhöniversum. Sie haben unterschiedliche Bildungsangebote und räumliche und strukturelle Voraussetzungen, sodass sie auch während der Corona-Pandemie verschiedene Wege gefunden haben. Alle drei Einrichtungen sind Träger des Qualitätssiegels Umweltbildung Bayern.

Das Schullandheim Bauersberg ist seit 16. März geschlossen. Im Gegensatz zur Thüringer Hütte und der Umweltbildungsstätte sei es nicht möglich gewesen, am Bauersberg Belegungen anzunehmen, erläutern Markus Seibl, Geschäftsführer der Hobbach-Bauersberg gGmbH, und Dr. Andrea Schmitt, die Leiterin des Studienhauses. Ob im aktuellen Schuljahr noch Schulklassen zum Bauersberg kommen werden, bezweifeln beide. Sie bauen nun auf Buchungen in den kommenden Jahren. Zwischen 10 000 und 11 000 Übernachtungen verzeichnet das Schullandheim Bauersberg pro Jahr, in 2020 waren es 540.

Kooperation mit Universität und BayernLab

Andrea Schmitt nutzte die Monate des Lockdowns, die Bildungsmodule zu überarbeiten und neue Projekte zu erstellen. Sie ist überzeugt, dass die Digitalisierung künftig eine größere Rolle spielen wird und ist diesbezüglich tätig geworden. Auch soll die Kooperation mit der Universität Würzburg und dem BayernLab verstärkt und ausgebaut werden.

Anstehende Sanierungen, wie die geplante Erneuerung der Heizung, wurden verschoben, erklärte Seibl. Froh sei er, dass es für den Bauersberg und Hobbach möglich war, Corona-Soforthilfe zu bekommen. Gelder gab es neben der Soforthilfe noch aus weiteren Hilfsprogrammen. "Wir sind sehr froh über die Förderungen der öffentlichen Hand. Zum aktuellen Zeitpunkt sind wir sehr zuversichtlich, dass wir die Corona-Krise überleben werden", betonte Seibl. "Diese finanzielle Unterstützung – wie auch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld sowie das Ausreizen sämtlicher Sparpotenziale – hilft uns über die Zeit."

Kleinere Gruppen und Einzelpersonen

"Wir hatten offen wann immer es ging", erinnert sich Bernd Fischer, Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte in Oberelsbach an die Sommermonate. Zwar konnten keine Schulklassen beherbergt werden, dafür kleinere Gruppen, Einzelpersonen, Paare und Familien, die einen Bildungsurlaub buchten. "Die Leute wollten raus, wir waren gut nachgefragt."

Viel Arbeit, Zeit und Personal seien investiert worden, um ein umfassendes Corona-Konzept aufzustellen. Die bisher offene Küche wurde umgestaltet, der Speisesaal auf das ganze Erdgeschoss erweitert und ein Einwegsystem installiert. "Wir haben viel investiert und wurden dann Opfer des Lockdown-Light", so Fischer. 75 Prozent Umsatzverlust weise das Jahr 2020 auf, statt rund 13 000 Übernachtungen sank die Zahl auf 3500.

Digitale Formate erstellt

Verärgert ist Fischer über das Kultusministerium und die Vorgabe, dass Neuverträge eine kostenlose Stornierung beinhalten sollen. "Das Risiko wird komplett auf die Häuser abgewälzt." Während eines staatlich angeordneten Lockdowns sei die Stornierung natürlich kostenfrei möglich, die Gebühren trug bislang das Kultusministerium. Doch nun soll pauschal die Stornoierungsregelung gekippt werden, was für die Häuser unkalkulierbar und finanziell nicht leistbar sei. Auch in der Umweltbildungsstätte wurde das Bildungsprogramm komplett überarbeitet. "Wir sind jetzt barrierefrei", betont die pädagogische Fachbetreuerin Katharina Klug. Neue digitale Formate wurden erstellt, die auf der Homepage unter dem Begriff "Interaktiv für Zuhause" abzurufen sind. Staatliche Fördermittel für die geschlossenen Monate gab für die Umweltbildungsstätte auch, allerdings nicht in dem Umfang wie für den Bauersberg.

Das Sorgenkind des Rhöniversums

Das Schullandheim Thüringer Hütte ist im Moment das Sorgenkind des Rhöniversums, da unklar ist, wie es mit der Einrichtung weitergehen wird, nachdem die Diözese Würzburg angekündigt hatte, sich aus der Trägerschaft zurückziehen zu wollen. Stephan Barthelme, der zum 1. September die Stelle des Geschäftsführers antrat, plant zunächst weiter. "Es wird sicherlich leichter sein, ein gut gebuchtes Haus an einen potenziellen Nachfolger zu übergeben."

Im Sommer wurde Familienurlaub  angeboten, der sehr gut nachgefragt wurde. Auch hier musste viel investiert werden, um Abstand und Hygiene den aktuellen Vorschriften gemäß zu gewährleisten. Was die nächsten Monate angeht, ist Barthelme eher skeptisch. Vor Sommer rechnet er nicht mit der Möglichkeit zu öffnen und dann nicht für Schulklassen, sondern eher wieder für Wandergruppen und Familien. Auch die Thüringer Hütte bekam staatliche Hilfe für die Monate während des Lockdowns.

Marion Eckert, Main Post, 19.02.2021

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie bietet das Rhöniversum Lehrerfortbildungen an. Das Bild zeigt (von links) pädagogische Fachkraft Katharina Klug (Umweltbildungsstätte), Andrea Schmitt, Leiterin des Studienhauses am Schullandheim Bauersberg, und den Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte, Bernd Fischer.

Auch wenn für die Einrichtungen des Rhöniversums noch nicht klar ist, wann sie für Schulklassen wieder öffnen werden dürfen, Lehrerfortbildungen bieten das Schullandheim Bauersberg bei Bischofsheim und die Umweltbildungsstätte in Oberelsbach in den nächsten Monaten einige an. Im Schullandheim  Thüringer Hütte, das ebenfalls zum Rhöniversum gehört, werden in diesem Jahr allerdings keine derartigen Veranstaltungen angeboten.

Alle bislang geplanten Veranstaltungen sind aber unter Vorbehalt zu sehen. Dennoch setzen Andrea Schmitt vom Schullandheim Bauersberg sowie Fachbetreuerin Katharina Klug und Geschäftsführer Bernd Fischer von der Umweltbildungsstätte auf entsprechende Weiterbildungen, damit Lehrkräfte auf dem Laufenden bleiben. Bei der Planung der Angebote habe man zudem auf Veranstaltungen im Freien geachtet oder zumindest die Option für entsprechende Exkursionen bedacht. Die erste Fortbildung ist für den 15. April vorgesehen und findet in Kooperation mit dem Freilandmuseum Fladungen statt, unter dem Themenschwerpunkt "Natur und Geschichte erleben – Das Grüne Band". 

Digitale Werkzeuge 

Der Lockdown mit all seinen Herausforderungen, wie beispielsweise Home-Schooling, habe gezeigt, wie wichtig digitale Medien und deren erfolgreicher Einsatz sind. Am 22. und 23. April findet in der Umweltbildungsstätte daher eine Lehrerfortbildung in Kooperation mit dem Naturerlebniszentrum Rhön statt, bei der zahlreiche digitale Werkzeuge für drinnen und draußen vorgestellt werden. Auch mit dem BayernLab Bad Neustadt will man sich Anfang Mai der Digitalisierung widmen. Für Ende Mai ist der "Klassiker" unter den Bildungsmodulen, "Bienen und Bionade" vorgesehen. 

Naturschutz und Rechtsextremismus

Für Anfang Dezember ist keine spezifische Lehrerfortbildung geplant, sondern eine Fortbildung für Multiplikatoren. Es geht um das nicht ganz einfache Thema "Naturschutz und Rechtsextremismus". Kooperationspartner ist die Fachstelle für Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz. Dieses Thema sei aufgenommen worden, um aufzuklären und zu sensibilisieren, erklärte Bernd Fischer. Rechtsextreme Gruppierungen und Einzelpersonen engagierten sich im Natur- und Umweltschutz. Die Grenzen zwischen den politischen Lagern würden verschwimmen, wenn es um sogenannte grüne Themen gehe. Die Teilnehmer diese zweitägigen Workshops werde in die Lage versetzt, demokratiefeindliche und menschenverachtende Ideologien im Natur- und Umweltschutz zu identifizieren.

Wasser, Chemie und Energie

Zwei Lehrerfortbildungen bietet das Schullandheim Bauersberg in diesem Jahr. "Wir haben die Veranstaltung bewusst in den November gelegt, in der Hoffnung, dass wir bis dahin wieder Präsenzveranstaltungen organisieren können", erklärte Schmitt. Beide Veranstaltungen sollen dazu dienen, das Haus vorzustellen und einen Überblick zu geben. Um "Natur begreifen – Experimente rund ums Wasser – Boden, mehr als nur Dreck unter unseren Füßen" geht es am 18. und 19. November. Vom 22. bis 23. November wird eine MINT-Lehrerfortbildung angeboten, um Lehrkräfte mit den Modulen "Wasser, Chemie und Energie" vertraut zu machen. Die Fortbildung richtet sich an Fachlehrer für weiterführende Schulen der höheren Jahrgangsstufen.

Das genaue Programm mit den Anmeldemodalitäten und weiteren Informationen findet sich auf der Seite: www.rhoeniversum.de

Marion Eckert, Main Post, 02.03.2021

Das Umweltbildungsteam beim Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. (NBR) hat Verstärkung bekommen: Katharina Klug ist seit dem 15. Juni 2020 in der Umweltbildungsstätte Oberelsbach tätig. Nun ist die 29-Jährige offiziell vorgestellt worden.

In der Rhön kennt sich Katharina Klug bestens aus, sie ist Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin. Und auch darüber hinaus ist Klug im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön keine Unbekannte: Während ihres Studiums war sie bereits im Rahmen eines Praktikums und einer Elternzeitvertretung in der Bayerischen Verwaltungsstelle tätig. Zuletzt hatte sie ihr Masterstudium in Landschaftsarchitektur mit dem Schwerpunkt „Naturschutz, Umweltplanung und Kulturlandschaftsentwicklung“ abgeschlossen. Das Thema lautete „Bildung für nachhaltige Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön: Empirische Untersuchung zur Evaluation und Weiterentwicklung ausgewählter Bildungsmodule“. Ihren Bachelor hatte sie zuvor in Agrarwissenschaften gemacht.

Klugs Aufgabenschwerpunkte in der Umweltbildungsstätte Obererlsbach sind nun die Koordination und Durchführung von Bildungsveranstaltungen und die Konzeption neuer Bildungsmodule. Ein wichtiges Ziel dabei: Zukünftig soll das Bildungsprogramm auch auf Barrierefreiheit ausgelegt werden.

Bei der Mainpost weiterlesen.

Sandra Hergenröder arbeitet seit September im Schullandheim am Bauersberg und die 19-Jährige aus Untererthal findet: "Es ist eine sehr interessante Tätigkeit, abwechslungsreich und lehrreich."

Das Schullandheim bietet jedes Jahr je eine Stelle im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und im Bundesfreiwilligendienst an. Sandra Hergenröder hat im September ihren Dienst im FÖJ-Programm begonnen und seither vielfältige Erfahrungen sammeln können. 

Dr. Andrea Schmitt, die Leiterin des Studienhauses Geographie/Geologie, freut sich über das Engagement und die Einsatzfreude der 19-Jährigen, die gemeinsam mit ihr die Betreuung der Schulklassen übernimmt.

 

Verschiedene Module für Schulklassen

Jede Schulklasse die zum Bauersberg kommt, bucht für den Schullandheim-Aufenthalt diverse Module aus dem Umweltbildungsprogramm, je nach Altersstufe und inhaltlichem Schwerpunkt. Zu den beliebtesten zählt das Forschen im Fließgewässer, dem Schwarzbach, der im Tal unterhalb des Schullandheims zugängig ist. Nach dem Experimentieren im Wasser werden die Wasserproben im Labor unter dem Mikroskop genauestens untersucht. "Es ist jedes Mal interessant, welche Erfahrungen die Schüler machen", beschreibt Hergenröder.

Aber auch Geocaching steht bei den Schülern hoch im Kurs. Das Schullandheim Bauersberg hat eine eigene Geocaching-Tour auf dem Gelände und auch die entsprechenden GPS-Geräte. Zu Hergenröders Lieblingsaufgaben gehören die Projektbausteine zum Thema Vulkanismus. Aus Styropor hat sie beispielsweise ein Vulkan-Puzzle mit den Schülern erstellt und dem Ganzen eine individuelle farbige Note gegeben.

Herausforderungen des FÖJs

Neben all der Abwechslung bringt die Arbeit im Schullandheim aber auch so manche Herausforderung: "Ich musste lernen, mich durchzusetzen, damit die Schüler mir zuhören", sagt Sandra Hergenröder. Bisher hat sie aber viele gute Erfahrungen machen können. "Die Schüler sind interessiert und mit Spaß bei der Sache. Das Lernen außerhalb des Klassenzimmers motiviert sie sehr."

Es mache Spaß zu sehen, wie die Kinder und Jugendlichen sich trotz des theoretischen Anteils mit Begeisterung auf die Experimente einlassen und selbst neue Ideen entwickeln. Jede Gruppe sei individuell, das mache die Arbeit immer wieder aufs Neue interessant. Und Andrea Schmitt ergänzt: "Auch wir müssen uns immer wieder auf die Klassen und Lehrkräfte neu einlassen."

Gesteinsralley als Projektarbeit 

Zum Freiwillig Ökologischen Jahr gehört auch eine Projektarbeit. Sandra Hergenröder wird die Zulassungsarbeit einer Lehrerin, die am Bauersberg geschrieben wurde, als Grundlage nehmen und eine Gesteinsralley als Stationsspiel auf die Gegebenheiten im Schullandheim anpassen. Dabei wird es um Gesteine der Rhön, ihre Merkmale und Eigenschaften gehen. Gesteinsarten sollen erkannt, untersucht und in Experimenten getestet werden. Diese Arbeit soll dann auch nach der Zeit von Hergenröder dem Schullandheim zur Verfügung stehen. Einen ersten Test soll es im diesjährigen Ferienprogramm geben.

Dr. Schmitt freut sich schon auf dieses neue Angebot. "Wir versuchen immer wieder neue Erkenntnisse aufzunehmen und unsere Module entsprechend anzupassen." Und auch für die Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres sei es schön, wenn sie etwas Dauerhaftes zurücklassen können, das weiterhin am Bauersberg genutzt werde.

Bis Ende August wird Sandra Hergenröder, die später Lebensmittelchemie studieren will, am Bauersberg bleiben. Untergebracht ist sie direkt im Schullandheim und fährt nur am Wochenende nach Hause. "Bei uns ist Kost und Logie frei", erklärt Schmitt.

Infos rund um FÖJ, Bundesfreiwilligendienst und Bauersberg

FÖJ: Wer im Schuljahr 2019/2020 ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Schullandheim am Bauersberg oder den weiteren Häusern des Rhöniversums, der Umweltbildungsstätte Oberelsbach oder dem Schullandheim Thüringer Hütte absolvieren möchte, der kann sich derzeit schon bewerben. Die Bewerbung läuft zentral über die Seite: www.foej-bayern.de

Informationen zum Bewerbungsverfahren und zur Stelle am Bauersberg können direkt angefragt werden, Telefon: (09 772) 371. Der Bundesfreiwilligendienst ist nicht an ein Schuljahr gekoppelt und kann jederzeit begonnen werden. Diese Stelle ist im Schullandheim am Bauersberg derzeit frei. 

Weitere Informationen zum Verbund Rhöniversum und dem Schullandheim Bauersberg gibt es im Internet: https://bauersberg.rhoeniversum.de/

Marion Eckert, Mainpost, 01.03.2019

 

 

Das Schullandheim Bauersberg ist erneut mit dem Qualitätssiegel "Umweltbildung Bayern" ausgezeichnet worden. Bereits vor drei Jahren wurde das Schullandheim als Partner des Netzwerks ausgezeichnet, da es maßgeblich dazu beiträgt, die hohen Qualitätsstandards der Umweltbildung, als wichtige Säule der Bildung für nachhaltige Entwicklung, auf einem hohen Leistungs- und Qualitätsniveau zu halten.

Die neue Auszeichnung gelte nun bis 2022 und müsse dann erneut beantragt und nachgewiesen werden, erklärte die Leiterin des Studienhauses Geographie/Geologie, Dr. Andrea Schmitt. Auch die weiteren Partner im Rhöniversum, die Thüringer Hütte und die Umweltbildungsstätte in Oberelsbach, seien mit diesem Qualitätssiegel ausgezeichnet worden.

Soziale, kulturelle und globale Aspekte

Neben der personellen Qualifikation sei es notwendig, dass die inhaltlichen Module ökologische, ökonomische, soziale, kulturelle und globale Aspekte umfassen. Das Schullandheim Bauersberg habe dies schon lange vor der Einführung des Qualitätssiegels im Blick gehabt. Als Beispiel nannte Schmitt das Modul Papierschöpfen, das zu den beliebten Modulen im Schullandheim gehöre. Hierbei gehe es um eine alte Kulturtechnik, die ökologische Fragen des Verbrauchs und Abwassers bei der Herstellung von Papier aufwerfe und zugleich für einen sparsamen Umfang sensibilisiere und damit das globale Thema Umweltschutz und auch ökonomische Fragen behandele. Das soziale Miteinander werde in der Aufgabe direkt erzielt, wenn die Schüler miteinander tätig sein müssen, um Papier herstellen zu können.

Stolz auf die erneute Auszeichnung des Schullandheims ist auch der neue Geschäftsführer Markus Seibel (Aschaffenburg). Seibel ist seit November Geschäftsführer der neuen Schullandheim Hobbach-Bauersberg gGmbH, deren Gesellschafter das Schullandheimwerk Unterfranken ist. Aus haftungsrechtlichen Gründen wurde die gemeinnützige Gesellschaft gegründet, die die beiden Schullandheime betreibt. Die weiteren unterfränkischen Schullandheime (Leinach,Thüringer Hütte, Rappershausen, Reichmannshausen und Schwanberg) haben andere Betreiber, werden aber vom Schullandheimwerk fachlich betreut.

Knapp 12 000 Übernachtungen im vergangenen Jahr

Im Schullandheim Bauersberg gab es im vergangenen Jahr knapp 12 000 Übernachtungen. 4050 Personen wurden in der Einrichtung untergebracht und betreut. Dabei wurden 350 Module gebucht. Es waren 121 Schulklassen und zehn Fortbildungsgruppen. 66 Prozent der Gäste kommen aus Unterfranken. Seit vielen Jahren sind auch die Sechstklässler der Kreuzberg-Mittelschule im Schullandheim am Bauersberg zu Gast.

Zu den beliebtesten Modulen gehört die Bachexkursion mit anschließendem Mikroskopieren. Aber auch die drei Geocaching-Touren wie auch die Exkursionen in den Steinbruch der Basalt AG und das Fossilienprojekt werden sehr gut angenommen. Zu den weiteren Höhepunkten gehören das Thema Vulkanismus und natürlich das MINT-Programm  (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) im Labor, das meist von höheren Schulklassen gebucht wird.

Rhön und Saalepost, Marion Eckert 09. März 2020

 

In der Pflegezone am Dünsberg bei Oberelsbach war letzte Woche einiges los. Gemeinsam mit der Werner-von-Siemens Realschule Bad Neustadt wurde im Rahmen des Moduls „Landschaftspflege aktiv“ eine Wiese freigelegt. Ausgerüstet mit Astscheren, Sägen, Rechen und Mistgabeln arbeitete je eine 5. Klasse an vier verschiedenen Tagen.

Ab sofort kann in Oberelsbach elektrisch getankt werden. An der Umweltbildungsstätte wurde die Schnellladesäule für elektrisch betriebene Fahrzeuge offiziell in Betrieb genommen. „Hier kann man künftig nicht nur Wissen tanken, sondern auch Öko-Strom“, freute sich Bürgermeisterin Birgit Erb über den symbolträchtigen Ort der Schnellladesäule an der Umweltbildungsstätte Oberelsbach.

Viele Fördertöpfe

Die Realisierung der Schnellladesäule in Oberelsbach war ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Landkreis Rhön-Grabfeld, der die Federführung innehatte, dem Markt Oberelsbach und der Umweltbildungsstätte Oberelsbach. Über die Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ des Bundesverkehrsministeriums gab es einen Zuschuss von gut 16 000 Euro. Mit dem Standort an der Umweltbildungsstätte waren die besonderen Fördervoraussetzungen, darunter die ununterbrochene öffentliche Zugänglichkeit, erfüllt. „Die Schnellladesäule lädt zwanzig Mal so schnell wie eine normale Steckdose“, berichtet Birgit Erb.

Betreiber der Ladesäule wird die Umweltbildungsstätte Oberelsbach sein. Sie wird hierbei durch eine Betreiber-Firma unterstützt, die die Abrechnung und den sonstigen Service übernimmt. Zum Einsatz kommt das gleiche Abrechnungssystem wie bei den Ladesäulen in Bad Neustadt und Mellrichstadt, um eine Einheitlichkeit im Landkreis zu gewährleisten. Jede Schnellladeeinheit soll pauschal 3,50 Euro kosten.

 

Bürgermeisterin Erb bedankte sich beim Landkreis Rhön-Grabfeld, der sich dem E-Mobilität-Projekt schon frühzeitig und mit Weitblick im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung angenommen habe. So trug auch der Landkreis Rhön-Grabfeld mit knapp 11 000 Euro zur Finanzierung bei. Der gleiche Betrag wurde vom Markt Oberelsbach erbracht. Von den 57 366 Euro Gesamtkosten werden auch noch 20 000 Euro von der Umweltbildungsstätte Oberelsbach aufgebracht.

Drinnen Theorie, draußen Praxis

„Eine der Kernaufgaben der Umweltbildungsstätte Oberelsbach ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung“, bekräftigte der Geschäftsführer Bernd Fischer. Während im Innern des Gebäudes die Theorie der Energiewende im Verkehr vermittelt wird, kann nun auch direkt die Praxis der Elektromobilität vor Augen geführt werden. Die Schnellladesäule wird im Übrigen komplett durch Ökostrom versorgt.

Die Herstellung des Stromanschlusses für die Ladesäule sowie der Anschluss der Ladesäule war Aufgabe vom Überlandwerk Rhön, dessen Geschäftsführer Helmut Grosser es sich nicht nehmen ließ, an der Inbetriebnahme teilzunehmen. Das Überlandwerk stelle aus Überzeugung durch Ausbau des Netzes die benötigte Infrastruktur zur Verfügung, damit Elektrofahrzeuge geladen werden können. Dank galt auch Dr. Joachim Wagner, Produktmanager und Leiter der Vorentwicklung Elektromobilität bei Preh in Bad Neustadt. Über den Förderverein M-E-NES als Zusammenschluss von Firmen und Privatpersonen, die das Ziel verfolgen, die Elektromobilität in der Region zu fördern und zu entwickeln, habe er insbesondere in technischer Hinsicht das Projekt aktiv unterstützt und hofft darauf, dass im Landkreis weitere Schnellladesäulen folgen werden.

Auf dem richtigen Weg

„Viele sprechen darüber, der Markt Oberelsbach und der Landkreis Rhön-Grabfeld tun etwas“, zeigte sich der Landtagsabgeordnete Sandro Kirchner stolz. Man sei mit diesem Projekt auf dem richtigen Weg. Die Glückwünsche und Dankesworte des Landkreises, dessen erklärtes Anliegen der Ausbau der Elektromobilitäts-Infrastruktur in der Region sei, überbrachte Annabell Helbling von der Stabsstelle Kreisentwicklung am Landratsamt.

Da Nachhaltigkeit inzwischen zu einem Aushängeschild für viele Unternehmen geworden ist, freut sich unser Haus neben den Besuchen von Schulklassen auch immer wieder über Berufsschulklassen und Gruppen aus Betrieben. In der letzten Woche konnten wir Meisterschüler der Josef-Greising-Schule in Würzburg und eine Gruppe Auszubildender des Werkzeugherstellers Kennametal begrüßen.

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